Raspberry Pi Zero

Noch ein Raspberry?

Jupp. Oder auch nicht? Das wird die Zukunft zeigen. Mehr dazu aber später.

Der Raspberry Pi Zero ist eine minimalistische Version eines normalen Raspberry Pi's. Minimalistisch nicht nur im Formfaktor sondern auch an den Anschlüssen und somit auch im Stromverbrauch. Es hat halt alles so seine Vor- und Nachteile.

So kommt der Kleine nur mit 1x USB daher (streng genommen 2x, der 2. dient aber ausschließlich der Stromversorgung), allerdings in Micro-USB Form statt normal wie bei den großen Brüdern. Auch HDMI hat er, aber auch als Mini Buchse. Man braucht also ggf. Adapter um ihn anzuschließen. Ist aber nicht so wild. Diese Adapter kosten nicht viel, außerdem werden sie (außer bei der Ersteinrichtung) vermutlich eh nicht mehr benötigt. Der Kleine zielt doch wohl eher auf die Bastler an, statt auf die die einen preiswerten PC Ersatz suchen.

Von den technischen Daten her ist er identisch zu den bereits bekannten A(+) und B(+) Modellen, bis auf dass die CPU mit 1000MHz getaktet wird statt mit 700MHz. Arbeitsspeicher hat er 512MB, was identisch ist wie bei den B Modellen. Auf Audio muss aber verzichtet werden (oder via HDMI, was ich aber mangels Gerätschaften nicht testen kann).

Wo sind die Vorteile?

Klar, erstens in der Größe. Man kann ihn schnell mal in anderen Geräten verstecken, in Unterputzdosen verbauen um so eine Art Smart Home zu realisieren, … Auch der Preis ist ein entscheidener Faktor. Der Pi Zero kostet nur 5$ (umgerechnet ca. 7€) und ist somit unschlagbar preiswert. Da er grade für Bastler interessant ist sei noch anzumerken dass der bereits bekannte 40polige GPIO Pin Header ebenfalls vorhanden ist; sogar pinkompatibel zu der B Serie.

Wo ist der Harken?

Tja. Ihn zu bekommen dürfte wohl die schwerste Hürde sein. Während ich erst noch schmunzeln konnte bei den Kommentaren warum er nicht nach Italien geliefert wird – sinngemäße Antwort: "Weil das italienische Post System korrupt ist" – ist es jetzt alles Andere als zum lachen.

Ausverkauft. Überall. Seit Monaten. Es hat den Anschein dass der Pi Zero nur eine Art von Marketing Gag ist. Er war als gratis Heftbeilage beim The MagPi #40 dabei (daher habe ich meine 2 auch), es gibt zig Verlosungen, … Aber die Händler werden einfach nicht beliefert.

Egal ob deutsche Reseller wie Reichelt, Conrad, Pollin, RS (hat es scheinbar aufgegeben, zumindest wird der Artikel nicht mehr gelistet), … oder ausländische wie Adafruit, ThePiHut, … Element14 (ein weiterer Zwischenhändler wie RS) führt ihn zwar noch, aber: sold out!

Wie kann man ihn bekommen?

Im Moment am besten gar nicht. Vielleicht habt ihr Glück bei den Gewinnspielen, wer weiß. Selbstverständlich kann man die auch auf Ebay kaufen. Von Leuten die gleich zu Anfang die Lager leer gekauft haben und die Dinger nun zu überteuerten Preisen (ich habe schon Auktionen um die 60€ gesehen!) verticken und sich 'ne goldene Nase verdienen.

Geduld haben, vielleicht ändert sich an der Situation ja noch was. Aber für die nächsten 1-2 Monate sehe ich da eher schwarz. Rabenschwarz.

Fazit:

Wie bereits erwähnt, ich befürchte es ist nur ein Marketing Artikel. Lieferengpässe können ja mal passieren, aber nicht über einen so langen Zeitraum – und schon gar nicht weltweit – und erst recht nicht bei den offiziellen Zwischenhändlern. Dass da die Händler irgendwann aufgeben und genervt auf das Thema reagieren kann ich gut verstehen.

Ich habe selber auch mal den Hersteller angeschrieben. 2x. Und 3x dürft ihr raten. Keine Antwort. So langsam bin ich gleichermaßen sauer wie enttäuscht. Klar, ich habe meine 2, aber wie soll es denn Freude bereiten seine Erfahrungen und Fortschritte zu teilen wenn alle Anderen eh nur die Karte des Sitzorgans haben weil sie den nicht bekommen können? Nix.

Als der Raspberry Pi kam kamen auch schnell Konkurrenzprodukte wie der Banana Pi. So wirklich durchgesetzt hat sich der nicht. Ich warte nur noch drauf (und hoffe auch drauf) dass es für den Zero ebenso ein Konkurrenzprodukt geben wird. Wenn die die Dinger dann auch noch verschicken, das wäre eine wahre Goldgrube. Wobei … Der C.H.I.P. schaut auch nett aus, ist aber noch sehr unbekannt (Vergleich).

Ich habe diesen Beitrag jetzt auch nur verfasst weil ich einen von den 2 zu meinem Bastel-Rechner gemacht habe, worüber ihr in der nächsten Zeit hier noch einiges zu lesen bekommt. Da sich Softwaretechnisch aber nichts ändert (die Systeme sind sonst soweit identisch) braucht ihr keine Berührungsängste zu haben, es funktioniert alles auch genau so gut auf einem A(+), B(+) oder 2B Modell. Der Zero ist halt einfach nur kleiner.

Kurz um: @ Raspberry Pi Foundation: GOD DAMMIT, SHIP THESE F***ING ZEROS!!!


Question mark

Es war einmal…

… vor langer langer Zeit. Da kam in mir die Idee auf, mal eine vernünftige private Seite zu gestalten und aufzubauen. Für meine Projekte, kleinen Basteleien, Code Snippets, Anleitungen, das (nicht wörtlich zu nehmende) tägliche Bla-Bla, … Sowas halt. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, so wirklich kam ich nie dazu.

Jetzt hatte ich aber die Schnauze voll, etwas neues (und zu mindestens einigermaßen) fertiges musste her. Wird ja auch Zeit. And here we go.

Der ursprüngliche Plan war es das Ganze komplett von Hand aufzusetzen, also ohne CMS oder Ähnlichem. Aber das erwies sich doch als zu sehr Zeitaufwendig. Jetzt hält hier die BlogEngine.Net die Stellung und versorgt eure Browser mit Daten.

Es war doch recht kompliziert mein Design zu übernehmen. Vermutlich wird es auch jetzt noch hier oder da ein paar Probleme geben, ich arbeite dran :)

Inhaltlich wird nach und nach natürlich auch immer mehr kommen. Hey, jeder hat mal klein angefangen, jede Webseite wächst mit ihrem Alter. Also stay tuned ;)


Raspberry Pi

Der Raspberry Pi

Kaum ein Einplatinencomputer hat weltweit so ein Aufsehen erregt wie das britische Produkt, der Raspberry Pi. Es gibt zwar auch Nachfolger – die merkwürdigerweise alle ähnliche Namen haben, wie der Banana Pi – aber vom Prinzip das selbe können.

Es handelt sich wie eingangs erwähnt um einen Einplatinencomputer, also einen vollwertigen Computer der lediglich aus dieser einen Platine besteht. Sprich Stromversorgung, Monitor, Maus und Tastatur dran, und schon kann er den ein oder anderen Desktop PC ersetzen. Ok, Speicherkarte nicht zu vergessen. Je nachdem wofür man ihn einsetzen möchte gibt es auch bereits vorgefertigte Distributionen von Linux die sich speziell auf diesen Aufgabenbereich konzentrieren. Beispiele wären hier OpenELEC und RaspBMC (Media Center via KODI – ehemals XBMC), aber auch die "offizielle" Distribution Raspbian (auf Debian basierend) kann man für alle Zwecke von Hand selbst konfigurieren und nach seinen Wünschen anpassen.

Mittlerweile gibt es die Himbeere (Raspberry übersetzt ins Deutsche) in verschiedenen Ausführungen, jeweils auf den neusten Stand der Technik gebracht. Im Bild oben sind 3 verschiedene Modelle; der Pi (1) B, der Pi 2 B und der Pi Zero, welcher sich eher als Steuerungscomputer eignet statt als z. B. Media Center. Die Unterschiede stehen auf der Wikipedia Seite schön aufgelistet.

Was kostet der Spaß?

Das ist unterschiedlich. Die gängigen Modelle wären noch:

  • Raspberry Pi (1) A+ – ~ 23€
  • Raspberry Pi (1) B+ – ~ 28€
  • Raspberry Pi 2 B – ~ 38€
  • Raspberry Pi Zero – 5$

Man sollte nicht vergessen dass alle Modelle "nackt" daher kommen. Also kein Gehäuse, keine Kabel, kein Netzteil, nichts. Als Netzteil kann man jedes x-beliebige USB Netzteil nehmen, ein aktiver USB Hub tut's auch. Die bekommt man incl. Kabel teilweise schon für unter 3€. Maus, Tastatur weiß jeder bestimmt selbst. Für die Ersteinrichtung wird beides benötigt (idealerweise), soll er nachher nur im Netzwerk Aufgaben erfüllen müssen diese natürlich nicht angeschlossen bleiben, ebenso wenig wie der Monitor (HDMI oder Composite / Video-Out). Eine SD Karte (je nach Modell ggf. MicroSD) sollte auch dabei sein. Minimum 8GB sollte sie haben. Ich rate hier stark an lieber etwas mehr Geld auszugeben (z. B. für eine Samsung EVO+) statt seine Hoffnungen in Billigkarten zu investieren und enttäuscht zu werden wie ich. Ich möchte hier keine Negativwerbung machen, aber der Name klang wie intensiv.

Wie jetzt, der Pi Zero, 5 Dollar? Ja, richtig gelesen. Die minimalistische Version kostet tatsächlich in England nur 5$ und wurde sogar auf dem "The PiMag" als Beilage zum Magazin #40 gratis beigelegt (daher habe ich meine 2). Leider ist die Nachfrage so extrem groß dass er zum jetzigem Zeitpunkt hoffnungslos vergriffen ist. Wie viel er in Deutschland nun wirklich kosten wird (Steuern & co.) ist daher noch schwer abzuschätzen.

Welchen denn jetzt?

Das kommt drauf an was man machen möchte. Es ist ähnlich wie bei PCs auch. Anfängern rate ich eher zu dem größtem Modell, dem Pi 2 B. Damit schränkt man sich selber nicht ein und man kann erstmal alles in Ruhe ausprobieren. Später kann man denn immer noch sagen, ok, dafür reicht auch der kleinste. Grade wenn es später nur um kleine Netzwerk- oder Steuerungsaufgaben gehen soll würde sich der Pi Zero anbieten. Aber da würde ich doch schon Grundkenntnisse empfehlen mit einem seiner großen Brüder.

Steuerungsaufgaben? Wie jetzt?

Der Raspberry Pi (alle Modelle) haben einen Pin Header auf der Platine, je nach Modell 26 oder 40 Pins, die man frei ansteuern und auslesen kann. Somit lassen sich mit geringem Aufwand elektrische Schaltungen realisieren und über den Pi steuern. Vorsicht ist hierbei aber geboten: Der Pi arbeitet mit 3,3V DC. Er verkraftet nicht mehr und kann über den Port auch nicht viel Strom liefern. Um also z. B. Relais anzusteuern muss man eine Vorstufe einplanen (Transistor oder FET) welche dann die Relais ansteuern. Es gibt auch fertige "Hüte" (Hat aus dem englischem übersetzt) die bereits mit Relais, Sensoren, diversen LEDS, … ausgestattet sind. Den Möglichkeiten sind hier nahezu keine Grenzen gesetzt, vom Smart-Home bis hin zum Ambilight über Robotik, alles möglich und schon gemacht. Raspberry an der Kaffeemaschine und App auf dem Handy damit der Kaffee fertig ist wenn man zuhause ankommt? Schon gesehen.

Klar, dieses Thema braucht etwas Erfahrung im Elektronik Bereich, aber zum Glück nicht allzu viel, da sehr vieles bereits gemacht und beschrieben ist. Man sollte am Besten in einem kleinen Rahmen anfangen. So ein paar Kabel, LEDs, Widerstände und Taster kosten fast nichts, ein BreadBoard (Steckplatine) auch nicht. Das wäre ein guter Start. Versucht euch doch mal an einer Fußgängerampel ;)

Weiteres zu diesem Thema werde ich in anderen Beiträgen posten, fürs Erste soll es an dieser Stelle reichen. In diesem Sinne frohes Schaffen :)


Old man yells at cloud

Es ist ja schon komisch irgendwie.

Da hat man ein "Winter"-Anfang mit knappen 20°C, und jetzt sind es fast über Nacht -6°C geworden. Alles weiß draußen.

Jaja, jetzt kommen wieder die Stimmen hoch, "im Sommer isses euch zu heiß, im Winter zu kalt, …". Joah, stimmt ja auch :)

Sommer ist so eine Sache für sich. Gegen Kälte kann man sich anziehen, aber gegen Hitze? Aber darum geht es jetzt nicht, da wird in ein paar Monaten drüber gemeckert. Winter ist auch blöd. Je kälter desto mehr läuft die Heizung, desto teurer wird's am Jahresende. Von den unkoordinierbaren Fortbewegungsversuchen in den Bereichen außerhalb der eigenen 4 Wände mal ganz abgesehen. Es streut ja keiner. Warum auch.

Bleibt zu hoffen dass die Temperaturen bald wieder leicht in's Positive gehen, dass man zumindest noch unfallfrei zum Einkaufen etc. kommt. Let's see.

Ahja, schönes neues Jahr – bei der Gelegenheit :)

 

*** Titelbild: Scene aus den Simpsons - © 20th Century Fox