Visual Studio 2017

Visual Studio 2017…

Ok. Ich programmiere schon seit ich 7 Jahre alt bin. Zugegeben, wirklich programmieren konnte man es damals noch nicht nennen. Zur damaligen Zeit, kann man sich heute kaum mehr vorstellen, gab es noch kein Internet. Wollte man neue Software haben hatte man 3 Möglichkeiten:

  1. Selber programmieren
  2. Disketten oder Datasetten kaufen
  3. Computerzeitschriften kaufen und Listings abtippen

Für mich kam damals natürlich nur letzteres in Frage. Daher meine ersten Erfahrungen mit Basic. Dabei ist es denn auch geblieben. Von einem Schneider CPC464 rüber zum PC mit MS-DOS und QBasic, über Visual Basic 1 zu 6, dann die VB.Net Schiene. Und hier hing ich Ewig auf Visual Studio 2008 / Visual Basic 2008 Express fest. Primär lag das daran weil das neuere Visual Studio 2010 fehlerhaft war und mir den Debugger des installierten 2008'ers, welchen ich weiterhin brauchte, erfolgreich geschrottet hat. Neuinstallation war nötig.

Aber es wird Zeit mit der Zeit zu gehen. Also mal das neue Visual Studio besorgt. Es hat ja auch diverse Vorteile, auf die gehe ich aber in den anderen Teilen dieser Serie ein. Nur so viel sei vorweg gesagt: Es wird auch unter Anderem auch noch um einige neue Eigenheiten der Sprache Visual Basic gehen, um die Veröffentlichung von Anwendungen und auch Cross-Platform Entwicklung ist ein Thema.

Die Tools die ich verlinke sind zwar fast nur für Windows, weil das mein Primärsystem ist, aber einiges gibt es auch für MacOS oder Linux. Vielleicht nicht ganz so komfortabel, einiges muss angepasst werden, aber so ist es halt.

Wie auch immer, diese Serie soll meine Erfahrungen und Lernerfolge wiedergeben, vielleicht hilft es ja auch dem Einen oder Anderen, etwas professioneller zu arbeiten.

Die Community Edition vom Visual Studio ist gratis, wie die Express Editionen früher. Und schon geht es los…

Systemvoraussetzungen

  • Windows 7 oder neuer.
  • 1,8GHz CPU oder besser.
  • Teilweise wird 64 Bit CPU und Betriebssystem vorausgesetzt.

Das sind aber schon extreme Mindestvoraussetzungen. Inoffizielle Mindestvoraussetzungen, alao Anmerkungen meinerseits:

  • Kaffee! Weil, das wird dauern.
  • Schnelle Internetverbindung vorausgesetzt (je nach Konfiguration werden ~10-20GB geladen, ggf. sogar mehr).
  • Ohne SSD im Rechner (200GB aufwärts), ersetze Punkt 1 mit "Massig viel Kaffee! Es wird ewig dauern.".
  • 4GB RAM sind absolutes Minimum.

Naja, mein System passt noch, also ab dafür.

Installation

Heutzutage läd man sich ja keine Anwendungen runter, man läd sich Downloader runter die dann die Anwendung runter laden. Diese "schöne" neue Welt übertrifft das Visual Studio noch. Man läd sich einen Downloader runter der das Setup runter läd welches wiederum das Visual Studio runter läd. Aaahja. Naja, hat auch Vorteile, man läd nur Komponenten runter die man ausgewählt hat und die zumindest halbwegs aktuell sind. Den ersten Schritt hätte man sich trotzdem schenken können.

Ist das Setup gestartet dann kann man auswählen was man installieren möchte. Hier kann natürlich jeder das auswählen was er möchte, für mich - und die Folgeteile dieser Serie - sind aber die Punkte

  • .NET-Desktopentwicklung
  • ASP.NET und Webentwicklung
  • Plattformübergreifende .NET Core-Entwicklung

benötigt. Android und iOS lasse ich mangels vorhandenen Geräten links liegen, C++ ist so eine Sache für sich, ich stehe einfach nicht so auf diese Ansammlung von Smiley Gangbang's. Auch wenn ich in dieser Serie wohl nicht großartig auf ASP.NET eingehen werde, empfehle ich es trotzdem, wenn auch nur zum Bearbeiten von .css und anderen Webdateien, weil man in seiner Homepage was anpassen möchte.

Visual Studio Download

Weitere Sachen

Hier greife ich jetzt etwas vor, aber wenn ihr eh schon grad am runter laden seid, zieht das gleich mit. Es handelt sich um extrem hilfreiche Tools auf die ich später auch noch eingehen werde. Hier beschreibe ich nur kurz das Warum, aber nicht das Wie. Bitte erst zu Ende lesen, manchmal ist die Reihenfolge wichtig.

  • Git - Eine Versionskontrolle. Da das Thema sehr komplex ist mehr dazu später. Must-Have! Solltet ihr einen Windows Server haben und wollt euren Quelltext lieber damit synchronisieren statt irgendeinem Onlinedienst wie GitHub, wäre Bonobo Git Server einen Blick wert, den nutze ich selber. Für den lokalen Rechner braucht ihr das aber nicht.
  • Visual Studio Spell Checker - Der Name sagt alles, Rechtschreibprüfung für den Quelltext (wie Variablennamen) und Kommentare. Visual Studio muss erst fertig installiert sein!
  • HTML help workshop - Benötigt von Sandcastle Help File Builder, man selbst nutzt es nicht direkt.
  • Sandcastle Help File Builder - Benötigt um Hilfedateien (.chm, .docx) zu erstellen. Visual Studio muss erst fertig installiert sein! HTML Workshop sollte installiert sein!
  • OfficeToPDF - Konsolenanwendung um Office Dokumente in .pdf umzuwandeln. Setzt ein installiertes Office 2007 (besser 2010) oder neuer voraus.
  • Resource hacker - Sehr nützlich um in Resourcen von Anwendungen (wie Bilder, Icons, …) rein zu schauen und diese sogar zu bearbeiten.
  • ILSpy - Hiermit kann man in den Quelltext von .Net Binärdateien rein schauen. Man bekommt zwar natürlich nicht 1zu1 den Quelltext, aber häufig genug reicht das aus was man sieht. Alternativ wäre noch der .Net Reflector zu nennen, allerdings verachte ich die Firma Red-Gate! Als die Anwendung früher von Lutz Roeder hergestellt wurde war sie noch gratis und lief perfekt, jetzt muss man dafür n Kleinkredit aufnehmen. Get lost! Vielleicht findet ihr ja noch eine alte Version, packt diese mit in eure Sammlung und nicht Updaten!
  • ConfuserEx - Anwendung um Obriges, also das Dekompilieren zu verhindern. Ich erwähne es der Vollständigkeit halber, rate aber von der Nutzung eher ab. Genauer gehe ich darauf in einem späteren Teil ein. Fazit kurz vorweg: Bringt nicht viel Nutzen, aber jede Menge Nachteile, irrelevant welchen Obfuscator man nutzt (es gibt Alternativen, sowohl freie als auch kommerzielle).
  • Visual Studio Image Library - Verschiedene Bilder und Icons die gratis zur Verfügung gestellt werden (Lizenz beachten!). Vorsicht, ist 'ne Menge. Zieht euch die für alle Versionen, es sind Bilder, Bildern ist es egal ob ihr nun Visual Studio 2017 oder 2012 nutzt. Die vom Visual Studio 2005, 2008 und 2010 stehen leider nicht offiziell zum Download zur Verfügung, aus lizenztechnischen Gründen biete ich diese auch nicht an, sorry. Man könnte aber auf die Idee kommen danach zu suchen. VS2005ImageLibrary.zip, VS2008ImageLibrary.zip, VS2010ImageLibrary.zip. Könnte man. Aber ich hab' nix gesagt. Vieles wird in den Versionen eh gedoppelt sein.
  • 7zip, aber auch 7za.exe - Sehr gutes Komprimierungsprogramm. Speziell wird aber die 7za.exe benötigt, welche neuerdings im Extra Archiv ziemlich versteckt ist.
  • mkisofs.exe - Leider finde ich keine Projekthomepage mehr hierzu, daher hoste ich die Datei auf meinem Server. Ggf. passe ich den Link an. Es handelt sich um ein Konsolenanwendung um Images zu erstellen, z. B. CD Images, aber auch andere Typen können erstellt werden. Nette Besonderheit: Es unterstützt das Suchen nach Duplikaten und entfernt diese transparent, genau aus diesem Grund für mich unverzichtbar. Mehr dazu in einem späteren Teil.
  • Photoline (aktuell 59€) oder ein ähnliches vernünftiges Bildbearbeitungsprogramm. Häufig nicht kostenlos. (Klar, es gibt Gimp oder Paint.Net, mit denen konnte ich mich aber nie anfreunden. Persönliche Vorliebe und so. Die andere Alternative welche bei mir den Titel "Der strudelfressende Nimmersatt des Geldbeutels" zu Recht bekommen hat ernenne ich hier noch nicht mal namentlich. Ihr wisst welchen ich meine.)

Die meisten Programme werden entweder zu Dokumentationszwecken oder später zur Veröffentlichung verwendet. Wie genau sage ich denn wenn wir so weit sind.

Einrichtung

Ist alles heruntergeladen und (ggf.) installiert kann man das neue Visual Studio mal starten und einrichten. Ich persönlich bevorzuge das dunkle Theme, auch wenn es hier und da noch etwas Feintuning bedarf. Spielt hier erst mal etwas mit rum, was euch gefällt, was nicht. Im nächsten Teil geht's weiter. Was ich zu Erst ändere ist das Einrücken mit Leerzeichen. Es ist einfach nur falsch. War es immer und ist es immer noch. Dazu sind Tabs da! Wer so was will zentriert auch Text in Word mit Leerzeichen und Augenmaß. Es ist einfach nur dumm.

War's das?

Natürlich nicht, nur für heute. Sucht nach dem Tag VS2017, da findet ihr alle Beiträge zu der Serie. Allerdings (während ich diesen Post schreibe) ist die Serie noch im Entstehen, ist ja der erste Teil. Schaut also öfters mal vorbei. Smile

 

p.s.: Für die Ernennung ggf. kommerzieller Software ist deren Qualität und mein Vertrauen darin verantwortlich, keinerlei finanziellen Interessen. Selbst hätte ich Geld hierfür bekommen können hätte ich das Angebot dankend abgelehnt, wie schon mal geschehen! Dieser Blog ist frei von kommerziellem Sponsoring.


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